Ein Hoch auf die Baubeteiligten!

Date
 21. Juni 2017
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Der erste Spatenstich und die Grundsteinlegung für die beiden neuen Hallen und das Congress Center Nord waren schon ganz besondere Events gewesen. Das Richtfest stand dem am Dienstag, 20. Juni, in Nichts nach. Dabei ging es eigentlich ganz traditionell zu: Der Richtkranz wurde hochgezogen, der Zimmermannsspruch gehalten und für das leibliche Wohl gab es Brotzeit, Bier und resche Hendl vom Wienerwald. Doch die launigen Reden, das trickige Hochziehen des Richtkranzes und Beethovens Fünfte gespielt von der Hauskapelle des Hofbräuhauses, machten das Richtfest zu etwas ganz Besonderem.

Über 400 Handwerker, Ingenieure, Architekten, Messemitarbeiter, Messe-Partner und prominente Gäste nahmen am Richtfest teil, das in der Halle C4 gefeiert wurde. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter spielte schon augenzwinkernd darauf an, dass „wir“ nicht auf der echten Baustelle waren. Aber den Gästen machte das nichts aus: Draußen war es eh zu heiß und zwei kurze aber heftige Regenschauer machten die Halle C4 zum idealen Richtfest-Platz. Das Team um Protokollchef Gregor Kuhl und die Agentur Heller und Partner (die das Konzept der erfolgreichen Evens entwirft) hatten vorzügliche Arbeit geleistet. Und Bau-Chefin Betina Selzer und ihr Team waren froh, dass durch das Fest die richtige Baustelle nicht behindert wurde.

Der Höhepunkt war natürlich das Setzen des Richtkranzes. Dabei zogen Messechef Klaus Dittrich, der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter, Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, und Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK München und Oberbayern an einem Strang. Mit vereinten Kräften beförderten sie den schweren Kranz bis unter die Hallendecke. Das hat man so auch noch nicht gesehen.

Herausforderungen gemeistert

Die Reden hatten es in sich. Gleich zu Beginn hatte sich Klaus Dittrich bei allen Baubeteiligten für ihr Engagement und den sicheren Bauablauf bedankt. Er ging auch noch einmal auf die Herausforderungen ein, die das Bauprojekt bisher gemeistert hat. Beispielsweise waren die Handwerker bei Grabungsarbeiten auf Kampfmittelreste aus dem zweiten Weltkrieg gestoßen, die man fachgerecht entsorgen musste. Zudem musste viel mehr Stahl verbaut werden, als ursprünglich geplant war: mehr als 5.700 Tonnen. Der Messechef freute sich darüber, dass trotz der europaweiten Ausschreibung rund 70 Prozent der am Bau beteiligten Firmen aus Bayern stammen. „Das ist ein gutes Zeichen für die Leistungsfähigkeit unserer regionalen Unternehmen“, so Dittrich.

Oberbürgermeister Dieter Reiter ist stolz auf „seine“ Messe. Sie gehöre zu den wenigen Unternehmen „in meinem Portfolio“, die für die Landeshauptstadt Gewinn abwerfen. Reiter: „Der Bau der beiden neuen Messehallen ist ein hervorragendes Investment! Ich wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg beim Bau.“

Ganz seriös

Dann kam Django Asül. Der Kabarettist mit der spitzen Zunge. Er verlieh dem Richtfest „die nötige Seriosität“, wie er selbst verkündete.

Den langen gereimten Richtspruch trug Franz Knarr ganz klassisch in Zimmermanns-Montur und in g‘schertem Bairisch vor. Dabei bat er um gutes Wetter und einen weiterhin sicheren Bauverlauf. Zudem ließ er die drei wichtigsten Baubeteiligten hochleben: den Bauherren, die Architekten und Ingenieure und zu guter Letzt die Handwerker und jeden, der am Bau in irgendeiner Form mitgearbeitet hat. Nach jedem Trinkspruch leerte er ein Weinglas und ließ es nach alter Tradition zu Scherben gehen.

Bis zur IFAT 2018 sollen beide Messehallen fertiggestellt sein. Bis dahin gibt es viel zu tun. Aber beim Richtfest haben die Baubeteiligten erst einmal inne gehalten und das bisher Erreichte gefeiert.

Weitere Fotos zum Richtfest finden Sie hier: http://www.messe-muenchen.de/de/meta/newsroom/bilder/bilder_1.php

 

Foto: Marcus Schlaf